Ein bayerisches Märchen
Es
war einmal eine ältere Frau namens Veronika, die lebte im idyllischen
Örtchen Untergriesbach in Bayern. Eines Tages plagte sie die Langeweile. Auch
das Lesen der PNP konnte ihr keine Freude bereiten. Da auch das Wetter zu
greislig war, konnte sie nicht im Garten arbeiten. Nach einiger Zeit dachte
sie sich, wie schön es doch wäre, ihre drei alten Schulfreundinnen Gisela,
Resi und Hedwig wieder zu sehen. Spontan griff Veronika zum Telefon und rief
ihre drei Freundinnen an. Alle drei freuten sich sehr über Veronikas Anruf
und sagten sofort zu, Veronika am nächsten Sonntag zum Kaffee trinken zu
besuchen.
Gepackt
von der Vorfreude entschloss sich Veronika, einkaufen zu gehen. Sie nahm sich
Jacke und Handtasche und machte sich auf den Weg zum Rewe.
Dort
angekommen kaufte sie allerhand Sachen wie Quark, Sahne, Mille, Blumenkohl,
Essiggurken, Peperoni, grüne Bohnen und Pflaumenmus. Als sie alles im
Einkaufskorb hatte, was sie brauchte, steuerte Veronika zur Kasse. Wieder
einmal ärgerte sie sich über die teuren Euro-Preise und wünschte sich die
gute, alte Mark zurück. Sie packte ihre Sachen in eine Tüte und spazierte
nach Hause.
Einen
Tag vor dem großen Wiedersehen entschloss sich Veronika, einen Kuchen mit
Aprikosen zu backen und nahm dazu eine Springform. Auch am nächsten Tag roch
es im ganzen Haus noch nach dem frisch gebackenen Kuchen.
Nachdem
Veronika am Sonntag Morgen aufwachte, fing sie an, letzte Vorbereitungen zu
treffen. Sie holte das schöne Geschirr aus dem Schrank und deckte den Tisch.
Endlich
war der Moment gekommen, als die alten Schulfreundinnen vor der Haustür
standen. Der Nachmittag verging wie im Flug, während die vier Frauen über
alle möglichen Dinge sprachen. Außerdem stießen sie mit Weinschorle auf die
guten, alten Zeiten an. Anschließend servierte die Gastgeberin ihren Gästen
eine Brotzeit mit Schmankerln wie Kartoffelsalat, kaltem Schweinebraten,
Obatzda, Geräuchertem, Emmentaler, frischen Tomaten, Karotten und vielen
anderen guten Dingen.
Die
Freundinnen nahmen sich fest vor, sich ab jetzt in regelmäßigen Abständen
zu treffen. Am Abend dachte sich Veronika, dass sie doch auch wieder einmal
ihre alte Freundin Antonia zu sich einladen könnte. Sie nahm sich fest vor,
sie gleich am nächsten Tag anzurufen.
Und
wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen sie alle noch heute gemütlich
beisammen.